Text und Melodie: Traditional, 16. Jahrhundert; Arrangement: Guido tum Suden

Ick hebbe se nicht up de Scholen gebracht,
ick heb nicht einmal över se gelacht,
se gaat nicht spelen up de Straten.
Ick hebbe se up de wilde See gesandt,
ehren levesten Vader to söken.

Dat eine starf den bitteren Dot,
dat ander starf van Hunger so grot,
dat drüdde word gehangen,
dat verde blef up de wilden See dot,
dat fifte flüt achter dem Lande.

Wann he up den Kerkhoff quam,
he reip god sin hemmelschen Vader an
und bedet al mit flite,
dat en god wolde de Sünde vorgeven
und halen en in sin Rike.

Ich habe sie nicht auf die Schule gebracht,
ich habe nicht einmal über sie gelacht,
sie gingen nicht spielen auf der Straße.
Ich habe sie auf die wilde See gesandt,
ihren liebsten Vater zu suchen.

Das eine starb den bitteren Tod,
das andere starb von Hunger so groß,
das dritte wurde erhängt,
das vierte starb auf der wilden See,
das fünfte flüchtete auf das Land.

Als er auf den Kirchhof kam,
rief er Gott seinen himmlischen Vater an
und betete mit viel Fleiß,
dass Gott ihm die Sünde vergeben
und ihn in sein Reich holen solle.

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