Amor is eyn lustlich walt

Text und Melodie: Traditional, wahrscheinlich spätes Mittelalter; Arrangement: Thomas Fietzke-Nowak

 

Amor ist eyn lustlich walt,
mentis, cordis est sera,
vil mennich dar by graw unde alt.

Omnia suppeditat:
Ze drift der kleffer smertze,
sensum densum flectitat,
der hertzen gulden ertze.

In weme se stete brynnet,
tutelam fert doloris,
neyn trurent dar by wynnet.

 

Die Liebe ist eine erregende Macht.
Sie ist der Riegel des Geistes und des Herzens,
mannigfach bei grau und alt.

Alles liefert sie:
Sie bringt dem Schwätzer Schmerzen.
Der Gedanke blüht dicht,
des Herzens güldenes Erz.

In wem sie stetig brennt,
verbreitet sie den Schutz des Schmerzes.
Nicht traurig weint sie dabei.